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Warum ist Selbstmanagement wichtig?

    Selbstmanagement

    Sicher hörst Du immer wieder vom Begriff Selbstmanagement.

    Doch was versteckt sich konkret dahinter? Und weshalb ist dies so wichtig? Die Antworten darauf findest Du in diesem Artikel.

    Auf das darfst Du Dich in diesem Artikel freuen

    Der Unterschied zwischen Zeitmanagement und Selbstmanagement

    Hast Du manchmal das Gefühl, den ganzen Tag über beschäftigt zu sein, aber doch nichts zu erreichen? Damit bist Du nicht allein. Die Ursache für dieses Gefühl könnte in mangelndem Selbstmanagement liegen. Mit Sicherheit hast Du bereits von diesem Begriff gehört – ob hier in meinem Blog oder andernorts. Doch was bedeutet dieser Begriff genau?

    Zuerst: Viele Menschen betrachten Zeitmanagement und Selbstmanagement als gleichwertig und verwenden die beiden Begriffe synonym. Dabei ist die Bedeutung nicht dieselbe:

    • Beim Selbstmanagement legst Du fest, welche Aufgaben wichtig sind und in welcher Priorität Du die Aufgaben angehen möchtest. Ein wichtiger Aspekt des Selbstmanagements besteht zudem darin, auf Deinen Körper und Deine Bedürfnisse zu achten, Pausen optimal zu nutzen und dadurch leistungsfähig zu bleiben.
    • Beim Zeitmanagement legst Du fest, wie Du die Aufgaben, die Du ausgewählt hast, sinnvoll in Deinen Arbeitstag integrierst.

    Das Selbstmanagement ist wichtiger als das Zeitmanagement. Deshalb solltest Du Dich immer zuerst um das Selbstmanagement kümmern. Dies sagt auch Lars Bobach (unter anderem) in diesem Vortrag, in welchem er Zeitmanagement als Schwachsinn bezeichnet und das Selbstmanagement als „Navi fürs Leben“ bezeichnet:

    (Videolänge: 18min 08s)

    Was ist Selbstmanagement?

    Eine OECD-Studie über den Zusammenhang von Arbeitsstunden und Arbeitsleistung zeigte, dass Mitarbeitende nur ungefähr vier Stunden am Tag produktiv sind. Mehr Arbeitsstunden führen nicht automatisch zu mehr Arbeitsleistung. Deine Aufgabe ist es nun, diese Zeit so effektiv wie möglich zu nutzen und Deine wichtigsten Aufgaben in der produktiven Phase zu erledigen. Und genau hier kommt das Selbstmanagement ins Spiel.

    Selbstmanagement – manchmal auch Selbstorganisation genannt – ist eine effektive Methode, mit der Du strukturierter und zielführender arbeiten kannst. Es setzt sich zusammen aus Planung, Organisation, Motivation und Zielsetzung.

    Ein gutes Selbstmanagement beachtet die Wichtigkeit der Aufgaben und verhindert, dass Du alle Aufgaben als gleich wichtig betrachtest. Es schärft Deinen Blick auf das Wesentliche und auf das, was wichtig ist.

    Die Vorteile von Selbstmanagement

    Die Vorteile liegen auf der Hand: Du bist zufriedener mit Dir und Deiner Arbeit, steigerst Deine Motivation und hast weniger Stress. Mit einem langfristigen Blick auf Deine Arbeitsweise kannst Du flexibel auf kurzfristige Aufträge reagieren und trotzdem alle Deine geplanten Aufgaben erledigen.

    Selbstmanagement-Methoden

    Es gibt viele bewährte Methoden: Getting Things Done, Timeboxing, Personal Kanban, Eisenhower-Prinzip, ALPEN-Methode, ABC-Analyse, SMART-Methode oder Zeitflussanalyse, um nur einige zu nennen. Hinzu kommen viele Tools für Aufgabenmanagement und Termine.

    Die wichtigsten Selbstmanagement-Tipps

    Achte darauf, nicht mehr als 60 % Deines Arbeitstages im Voraus zu verplanen. Denn während des Arbeitstages werden stets auch kurzfristige Aufträge auf Deinem Tisch landen. Du kannst Stress vermeiden, wenn Du Arbeitszeit für diese kurzfristigen Aufträge freihältst. Auch wenn Aufgaben länger dauern als geplant, hilft diese Pufferzeit.

    Priorisiere Deine Aufgaben. Dies ist eines der wichtigsten Elemente eines guten Selbstmanagements. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden:

    • ABC-Analyse: Hier sortierst Du die Aufgaben in drei Kategorien ein, von A (sehr wichtig) bis C (unwichtig).
    • ALPEN-Methode: Hier notierst Du alle Aufgaben (A), schätzt die Länge ein (L), planst Pufferzeiten ein (P), triffst Entscheidungen (E) über Priorität und Delegation und machst eine Nachkontrolle (N).
    • Getting Things Done (GTD): Hier sammelst Du alle Aufgaben und bearbeitest sie in den nächsten Schritten weiter.
    • SMART-Methode: Hier setzt Du Dir Ziele, die Dich weiterbringen. Nur Ziele, die sowohl spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch als auch terminiert sind, verfolgst Du weiter.

    Zusammenfassend kann ich festhalten, dass Du mit den folgenden drei Punkten auf einem guten Kurs bist:

    • Erkenne die wichtigsten Aufgaben des Tages
    • Unterteile große Aufgaben in kleinere Teilaufgaben
    • Mache Pausen zwischen den Aufgaben, um produktiv zu bleiben

    Dieser Fragenkatalog kann Dir dabei eine Hilfe sein:

    • Passt diese Aufgabe zu meinen Zielen?
    • Was bringt mir das Erledigen dieser Aufgabe?
    • Gibt es eine Person, die diese Aufgabe besser erledigen könnte als ich?

    Sehr wichtig ist zudem, Deinen Körper gut zu kennen und auf ihn zu hören. Bist Du eher eine Nachteule und arbeitest am Abend besonders effektiv? Oder gehst Du lieber früh ins Bett, um Deine produktive Zeit am Morgen möglichst gut zu nutzen?

    Wichtig ist zudem, immer genügend zu trinken, Dich zu bewegen und soziale Kontakte zu pflegen (insbesondere, wenn Du im Homeoffice arbeitest).

    Fazit

    Das wärs auch schon. Wenn Du alle diese Punkte täglich beherzigst, bist Du im Selbstmanagement bereits weiter als 99 % Deiner Mitmenschen.

    Du siehst: Selbstmanagement ist keine Raketenwissenschaft. Jeder kann es erlernen.


    Dieser Artikel von Andreas Hobi ist lizenziert unter CC BY-SA 4.0


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