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Studie mit 350’000 E-Mails: Deshalb solltest Du nicht mit „Freundliche Grüße“ enden

    Studie E-Mails

    Hättest Du gedacht, dass es eine ganz einfache Formulierung gibt, welche die Antwortquote Deiner E-Mails um 35 Prozent steigert?

    Eine spannende Studie hat genau dies herausgefunden! Viele Menschen beenden ihre Nachrichten mit „Freundliche Grüße“. Doch genau dies ist nicht optimal.

    In diesem Artikel zeige ich Dir, welche Formulierung Du für das Ende Deiner E-Mails anwenden sollst.


    Wir alle sind stark darauf angewiesen, dass unsere E-Mails geöffnet und beantwortet werden. Ganz unabhängig davon, ob wir nun im Marketing, Vertrieb oder in der Produktion arbeiten: Je eher wir eine Antwort auf unsere Nachrichten erhalten, desto besser kommen wir mit unserer Arbeit vorwärts.

    Ich könnte mir deshalb vorstellen, dass Du Dir schon das eine oder andere Mal Gedanken darüber gemacht hast, wie Du eine Betreffzeile oder den Inhalt einer E-Mail formulieren sollst, damit Du die erwünschte Antwort rasch erhältst.

    Eine Studie des E-Mail-Softwareunternehmens Boomerang zeigt jetzt, dass es noch einen anderen Teil der E-Mail-Nachricht gibt, über den Du Dir Gedanken machen sollst: den Schluss.

    Meine E-Mails endeten bisher in der Regel mit „Beste Grüße“. Gemäß der Studie von Boomerang ist das nicht optimal. Auch das standardmäßige „Mit freundlichen Grüßen“ ist nicht viel besser.

    Nach der Untersuchung von 350’000 E-Mails – und insbesondere der Schlussworte dieser Nachrichten – fand Boomerang nun heraus: Die Art und Weise, wie Du Deine E-Mails beendest, hat einen enormen Einfluss darauf, ob und wie rasch Du eine Antwort erhältst! Konkret: Wenn Du Deine Nachricht mit einem Danke abschließt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer raschen Antwort drastisch.

    Die Kraft der Dankbarkeit

    Die Studie ergab: E-Mails, die mit einem „Danke“ (oder „Vielen Dank im Voraus“ oder ähnliche Formulierungen) endeten, hatten eine Antwortquote von 62 Prozent. Im Vergleich dazu lag die Antwortquote bei E-Mails, die standardmäßig endeten („Mit freundlichen Grüßen“) bei gerade einmal 46 Prozent.

    Das Verwenden eines Danks am Ende Deiner E-Mail erhöht die Antwortquote demnach um 16 Prozentpunkte respektive 35 Prozent! Wenn das mal nicht sensationell ist, dann weiß ich auch nicht.

    Und es gibt eine weitere Studie, welche die Erkenntnisse von Boomerang bestätigen: Adam Grant, Professor an der Wharton University, führte 2010 ebenfalls eine Studie durch. Sein Team verschickte zwei ähnliche E-Mails, die sich nur in der Schlussformulierung unterschieden. Eine Nachricht endete mit „Vielen Dank!“, die andere nicht. Beide E-Mails gingen an Studierende und enthielten die Bitte um Unterstützung bei einem Bewerbungsschreiben.

    Das Ergebnis: Bei der Nachricht mit dem „Vielen Dank!“ am Schluss gingen die Empfänger doppelt so häufig auf die Bitte ein.

    Überlege Dir, wo ein „Danke“ Sinn ergibt

    Das heißt nun aber nicht, dass Du ab sofort jede Nachricht automatisch mit einem „Danke“ abschließen sollst. Erstens würden sich dann einige Empfänger wundern und zweitens könnte der Effekt mit der Zeit verblassen.

    Besser ist es, wenn Du Dir zuerst überlegst, in welchem Kontext Deine Nachricht steht und wie Dein Verhältnis zur Empfängerin oder dem Empfänger ist. Unter Umständen könnte nämlich ein „Vielen Dank im Voraus“ als aufdringlich oder dreist empfunden werden. Jedoch gibt es mit Sicherheit viele Nachrichten, die Du bisher mit der Standardformulierung beendet hast und neu mit einem „Danke“ abschließen kannst.

    Die tägliche E-Mail-Flut in den Griff bekommen

    Wie Du Deine E-Mails optimal beendest, weißt Du jetzt. Weißt Du aber auch, wie Du entspannter mit Deiner täglichen E-Mail-Flut umgehen und dadurch Stress vermeiden kannst? Hier geht es zu meinem Artikel „Produktiv mit Outlook: So hast Du die tägliche E-Mail-Flut im Griff“.


    Dieser Artikel von Andreas Hobi ist lizenziert unter CC BY-SA 4.0


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